Der auf Netzwerkprodukte und Datenspeicherlösungen spezialisierte Hersteller Synology hat heute ein größeres Update für das NAS-Betriebssystem DiskStation Manager veröffentlicht. Die Version 7.4 bietet verschiedene Neuerungen und Verbesserungen und behebt zahlreiche Fehler. Zudem wurden mehrere Sicherheitskorrekturen vorgenommen.
Das Update (Version 7.4-90075) wird schrittweise per Aktualisierungsfunktion an unterstützte Hardware ausgerollt (bei zahlreichen Modellen ist jedoch ein manueller Download nötig) und behebt zudem mehrere Sicherheitslücken. Die Änderungen des DiskStation Manager 7.4 nach Herstellerangaben:
Neuerungen
• Wenn DSM eine Verbindung zu einem LDAP-Server herstellt, werden nun die unterstützten SMB-Authentifizierungsmethoden angezeigt, sodass Sie feststellen können, ob LDAP-Benutzer NTLM, die CIFS-Klartext-Authentifizierung oder Kerberos verwenden können.
• Darstellung von GPU-Informationen im Info Center hinzugefügt.
Behobene Probleme
• Verbesserte Klarheit der Meldungen und Fehlerbehandlung im SSO-Client.
• Verbesserte Authentifizierungsstabilität, wenn DSM als CAS-SSO-Client fungiert.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem die Anmeldung bei DSM zu einer endlosen Weiterleitungsschleife führen konnte, wenn es sowohl als SSO-Server als auch als Client konfiguriert war, der auf denselben Server verwies.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem SAML-authentifizierte Benutzernamen nicht im Protokollcenter angezeigt wurden, wenn DSM als SAML-SSO-Client fungierte und diese nicht mit einem lokalen oder Verzeichnisbenutzer abgleichen konnte.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem Anmeldungen fehlschlagen konnten, wenn Benutzernamen Sonderzeichen enthielten.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem über NFS in WriteOnce-Freigabeordner hochgeladene Dateien möglicherweise nicht korrekt gesperrt wurden.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem eine zusätzliche Kerberos-Integritätsoption (krb5i) in den NFS-Berechtigungssicherheitseinstellungen möglicherweise falsch angezeigt wurde.

Bild: Synology.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem die IEEE 802.3ad-Link-Aggregation nach dem Update auf DSM 7.3 bei bestimmten Netzwerkgeschwindigkeiten möglicherweise nicht erstellt werden konnte oder nicht ordnungsgemäß funktionierte.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem die Aktivierung von IPv6 unter bestimmten Umständen zu einem fehlerhaften Herunterfahren des Systems führen konnte.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem der Zugriff auf das externe Netzwerk möglicherweise weiterhin verfügbar war, nachdem alle Gateways gelöscht worden waren.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem nach einem Systemneustart möglicherweise Lizenzen auf Virtual DSM fehlten.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem die Synology Drive Admin Console nach der Installation oder dem Update auf DSM 7.3 möglicherweise nicht ordnungsgemäß funktionierte.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem DSM-Updates möglicherweise fälschlicherweise durch eine falsche Vorabprüfung auf unzureichenden Speicherplatz blockiert wurden.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem das Package Center in IPv6-Netzwerkumgebungen möglicherweise keine Verbindung zu Synology-Servern herstellen konnte.
• Es wurde ein Problem behoben, bei dem Systemprotokolle nicht an Support-Tickets im Support Center angehängt werden konnten.
• Sicherheitslücken in Bezug auf Ghostscript (CVE-2023-43115) wurden behoben.
• Mehrere Sicherheitslücken wurden behoben."
Für viele Modelle ist DiskStation Manager 7.4 das letzte größere Update. Eine Aufstellung der betroffenen Geräte ist in den Versionsanmerkungen zu finden.
Zum Aktualisierungsvorgang teilt der Hersteller mit: "Die Daten auf dem Synology NAS sind von einer DSM-Aktualisierung nicht betroffen. Dennoch wird empfohlen, zur Sicherheit Ihre Daten zu sichern, bevor Sie eine Aktualisierung durchführen. Nach der Aktualisierung auf eine neuere DSM-Version können Sie nicht mehr zur vorherigen Version zurückkehren."
Die NAS-Produkte von Synology können auch im Zusammenspiel mit Macs genutzt werden. Sie bieten Unterstützung für Time-Machine-Backups und ermöglichen den SMB-Zugriff auf freigegebene Ordner via Finder. Das Einsatzspektrum reicht von Datensicherungen über Medienverwaltung bis hin zu vielfältigen Serverdiensten und privater Cloud.
